Skadi | Kleinstadthunde.de
Alltag,  Gesundheit

Mein Hund, Corona und Ich Gedanken zum Thema

Ich glaube, kein Thema ist in den letzten Tagen so aktuell wie das Corona Virus. Auch an meiner Familie geht es nicht spurlos bzw. lautlos vorbei. Stündlich trudeln neue Meldungen, Zahlen oder Verbote ein.

Ich selbst bin Jahrgang ´90, ich habe sowas noch nie erlebt und auch noch nie mit Entbehrungen in Bezug auf unserer Grundversorgung zu tun gehabt und dadurch ist das, was jetzt gerade passiert absolut neu und erschreckend zugleich. Aber auch ein klitzekleines bisschen faszinierend.

Faszinierend zu sehen, wie sich Menschen in Krisensituationen verhalten und miteinander umgehen. Da werden Schulen und Kindergärten geschlossen um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Und was passiert? Eltern und deren Kinder treffen sich auf dem Spielplatz? Jugendliche hängen an Bushaltestellen mit ihren Energy Dosen in noch größeren Gruppen als sonst ab. Und der Wald? Überlaufen mit Wandergrüppchen! Ich glaub ich spinne?

Ich frage mich, was mit diesen Menschen nicht stimmt. Müssen erst Verhältnisse wie in THE WALKING DEATH herrschen, bis diese Menschen verstehen, dass Distanz halten auch Distanz halten im Privatleben heißt? Nicht nur nicht zur Arbeit gehen? Echt mal… Aber am schlimmsten finde ich, das in vielen Ländern dieser Welt immer noch nicht klar ist, das Tiere KEIN Corona bekommen können, übertragen oder verbreiten. Es ist völlig überflüssig, seine Tiere abzugeben bzw. auszusetzen. Mehr Infos zu Corona und Haus/Nutztiere: .pdf SARS-CoV-2/Covid-19: Welche Rolle spielen Haus- und Nutztiere?

Skadi | Working Cocker Spaniel | Kleinstadthunde.de

Ich habe mir natürlich auch Gedanken gemacht, wie eine Quarantäne mich als Hundehalter belasten könnte. Ganz blöd ist es natürlich, wenn man sich in Quarantäne befindet und keinen Garten hat, in dem sich der Hund lösen könnte. Glücklicherweise stehen Hunde im Falle eines Falles nicht unter Quarantäne, nur ihre Besitzer. Das heißt, man könnte Gassigänger beauftragen und die Hunde in einer Art Schleuse übergeben. Denn selbst darf man nicht vor die Tür. Zum Glück haben wir mittlerweile einen Garten. Wenn dieses Szenario uns damals in unserer Wohnung getroffen hätte… nicht auszudenken! Ich habe so wenig soziale Kontakte an meinem Wohnort, dass ich tatsächlich niemanden gehabt hätte, dem ich unsere Hunde geben könnte. Zumal Inuki nun auch nicht klein ist und Skadi sehr speziell. Und meine Familie wohnt 1 1/2 Stunden entfernt.

Auslastung ist ja auch noch ein Thema. Eins ist aber sicher, solange du nicht in Quarantäne bist, kannst du mit deinen Hunden raus gehen und Spaß haben – solange du dich nicht mit anderen Hundehaltern/Menschen (welche nicht zu deinem Haushalt gehören) triffst oder zum gemeinsamen Training auf dem Hundeplatz fährst! Das heißt, alles was du alleine mit deinem Hund machen kannst, ist ok.

Und wenn du schon in Quarantäne bist, gibt es auch Möglichkeiten seinen Hund auszulasten. Es gibt Schnüffelteppiche und viele Tricks, die ihr erlernen könnt. Ich verstecke auch immer gerne kleine Spielzeuge im Haus die Inuki bzw. Skadi dann suchen darf. So eine Art Stöber-/Zielobjektsuche die man sehr gut Indoor umsetzen kann. Viele machen das auch mit Teebeuteln. Du könntest dich auch in TTouch* einlesen und deiner Fellnase die ein oder andere Massage gönnen oder sie im Haushalt einbinden. Dreckige Socken bringt mein Cocker super gerne in die Wäsche 🙂

Seit gestern haben alle Läden geschlossen, die nicht der Grundversorgung dienen. Alles was offen bleibt, liest du hier. Zum Glück zählt der Tierarzt zur Grundversorgung. Wenn mein Tier jetzt Krank werden würde, würde ich auf jeden Fall, bevor ich hin fahre, mich telefonisch erkundigen wie die Behandlung ablaufen wird. Auf den Facebook Seiten der Tierärzte in meiner Region wurden “Ablaufpläne” online gestellt, wo jeder einsehen kann, wie der derzeitige Work Around bei einem Praxisbesuch aussieht bzw. auszusehen hat.

Auch Tierbedarfsläden bleiben offen. Hungern muss also kein Tier. Aber Bettchen und Leinchen Shoppen würde ich jetzt nicht. Auch das anprobieren von Hundemänteln und wühlen in Grabbelkisten lösen in mir derzeit keinen Bedarf aus. Und ich hoffe, das ist auch bei euch so.

Ich bin froh, das ich in einem Job arbeite, wo das “Geschäft” jetzt nicht einbricht. Mein Job ist soweit sicher, ich kann – so wie es heute aussieht – nächste Woche ins Home Office gehen und dort weiter arbeiten. Das betrifft meine ganze Firma. Das Gehalt ist somit sicher. Und da ich keine Kinder habe (worüber ich derzeit mehr als froh bin) muss ich mir auch um Kinderbetreuung keine Gedanken machen. Für Inuki und Skadi ist auch gesorgt – genug Futter und ein Garten für einen möglichen Quarantäne Fall steht bereit. Für uns ist also alles geregelt. Und das ganz ohne Hamsterkäufe – denn ich habe immer einen Vorrat an Lebensmitteln Zuhause.

Leid tut es mir für alle, die ihren Betrieb schließen mussten und nicht mehr arbeiten dürfen. Die nicht wissen, ob und wie weit sie finanziell diese Pandemie überstehen werden. Die nicht wissen, wohin mit den Kindern. Und ich habe Hochachtung vor allen, die unermüdlich für uns arbeiten. Egal ob in der Pflege, im Gesundheitswesen oder auch im Einzelhandel. Vielen lieben Dank für euren Einsatz. Und den Kranken wünsche ich gute Besserung!

Aber trotz allem gibt es auch Gewinner in dieser Krise. Großer Gewinner dieser Krise ist der Online Handel. Amazon will sogar 100 000 neue Beschäftigte einstellen. Derzeit finde ich persönlich den Online Handel auch viel attraktiver. Das zeigt mir, das auch kleinere Unternehmen sich mehr und mehr in den Online Handel reinfuchsen und sich diese Möglichkeit zur nutze machen sollten. Und wir haben gestern das erste mal seit Ewigkeiten für 1,08 EUR/l Diesel getankt. Da hat mein Herz gejubelt!

Und Mutter Erde geht auch als großer Gewinner aus dieser Epidemie hervor. Dadurch, das die Menschen Zuhause bleiben sollen, Reisen untersagt wurden und nahezu jede Grenze geschlossen ist, erholt sie sich. Bestes Beispiel sind Venedig und Wuhan. “Den Himmel sehen zu können” sagt schon einiges über unsere Welt in der wir leben und zu was wir sie gemacht haben, aus …

Wie erlebst du die Krise? Bist du gesund? Falls nicht, gute Besserung! Und wenn ja, stay safe! Bleib Zuhause soweit es geht.

Hi, ich bin Dani, Bloggerin und Autorin bei Kleinstadthunde. Ich liebe leckeres Essen, tolle Schokolade, spannende Serien und jegliche Art von Abenteuer. Du kannst mich auch auf Facebook und Instagram finden.

2 Kommentare

  • Isabella

    Wir erleben die Corona-Krise sehr unterschiedlich – denn auch in unserem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es sehr unterschiedliche Umgänge damit. Wir versuchen alle notwendigen Erledigungen außer Haus auf eine Minimum zu reduzieren und dabei immer genügend Abstand zu anderen Menschen zu wahren. Unseren Feriengästen haben wir zeitnah abgesagt auch etwas über den bisher vorgeschriebenen Zeitpunkt hinaus. Erstaunt hat mich, dass wir dabei teilweise auf sehr starkes Unverständnis gestossen sind.
    Leider gilt das auch für viele andere Dinge – so waren Bekannte enttäuscht, dass wir nicht zu einer Geburtstagsfeier jetzt am Wochenende kommen wollen … mit über 20 Gästen.
    Was unser Hunde betrifft, so haben ja auch wir den schönen großen Garten und auch den Innenhof, der den Hunden aureichend Bewegung und Lösungsmöglichkeiten auch im Falle einer QUarantäne bieten würde. Natürlich hoffen wir, dass wir davon verschont bleiben.

    Wir senden euch herzliche Grüße und die besten Wünsche,
    Isabella mit Cara und Shadow

  • Sandra

    Bei mir ist ab Montag Home Office angesagt. Wir genießen weiterhin die herrlichen einsamen Spaziergänge mit den Hunden und haben unseren Garten tatsächlich endlich ein wenig auf Vordermann bringen können, da es mal etwas länger trocken blieb.

    Für uns ist es unverständlich, dass sich so viele Leute nicht an die Regeln halten können und es am Ende für alle damit schlimmer machen. Andere Länder haben doch gezeigt was an Konsequenzen folgt, warum muss man dann hier noch Partys feiern?

    Noch ist mein Alltag “normal” strukturiert. Dadurch das die Arbeit ja da ist und sich nur der Ort verlagert hat, gewinne ich nächste Woche die Fahrzeit als Freizeit hinzu. Vielleicht gibt es dann etwas mehr Gartenarbeit und einen Frühjahrsputz.

    Der Diesel war hier gestern bei 1,04 €. Ich musste mir die Augen reiben, aber es war tatsächlich der Preis. Mein Auto wird nun nur noch für den Einkauf und die Hundetouren in die Wallapampa bewegt. Gestern haben ich noch flink die Reifen wechseln lassen und sonst, wird es was das Auto angeht wohl eine Sparsamme Zeit werden.

    Online Handel blüht auf. Aber ich hoffe, dass weniger Amazon bemüht wird, sondern die Leute auch mal schauen, welche Regionalen Händler bereits Online Verkäufe anbieten. Bücher bestelle ich bei dem riesen definitiv nicht mehr, da gewinnt der örtliche Buchhandel, denn der soll überleben. Statt Industriebrot kaufe ich das frische vom Bäcker, denn auch der soll überleben.

    Tierfutter kaufe ich hier im Laden vor Ort. Vorerst mache ich auch da keine Bestellungen mehr. Ich versuche wirklich zu überlegen, wen ich von den kleineren Händlern mit meinen Einkäufen unterstützen kann. Da brauche die großen Werberiesen nicht mit Prozenten und Lieferzeiten werden, das zieht diesmal bei mir nicht.

    liebe Grüße Sandra mit Aaron

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