Wenn die Schnauze Grau wird Vom altern unserer Hunde

Inuki Skad | Kleinstadthunde.de

Im letzten Jahr sind viele Hunde von mir bekannten Personen über die Regenbogenbrücke gegangen. Manchmal kannte man sich persönlich und manchmal “nur” über das Internet. Manchmal waren die Hunde schon älter und manchmal sogar noch sehr jung. Bestürzt und Traurig bin ich aber in jedem Fall gewesen.

Und ich fange an, über meine eigenen Hunde nachzudenken. Inuki wurde im März 7, Skadi ist im Januar 6 geworden. Sie gehören also nicht mehr zu den jungen Hüpfern, sind aber auch noch nicht alt. Trotzdem fallen mir die ein oder anderen Veränderungen an ihnen auf.

Sie sind ruhiger geworden und dösen in ihrer Freizeit gerne vor sich hin. Sie wissen einen Couchtag zu würdigen und nehmen sich bewusst eine Auszeit von uns. Dann legt sich der entsprechende Hund einfach in ein anderes Zimmer und döst dort weiter. Die Bewegungen von Inuki und Skadi sind auch nicht mehr so hektisch und Junghundetypisch verspielt und schlacksig. Eher ruhiger und gesetzt.

Sie genießen Spaziergänge ohne besondere Action genauso sehr wie unsere “Waldagility”-Runden. Von anderen Hunden wollen sie nicht viel wissen, da läuft man maximal zusammen den selben Weg und das wars.

Spielen mit Artgenossen ist aber schon seit einigen Jahren nicht mehr angesagt. Sie erwarten von anderen Hunden in Ruhe gelassen zu werden. Sie mögen es auch nicht angestarrt zu werden. Alles in allem sind sie viel ernster in der Kommunikation mit anderen Hunden geworden.

Bei Inuki bilden sich die ersten grauen Härchen an der Schnauze. Man sieht sie nur, wenn man genau hin schaut. Aber da sind sie. Sie stehen ihm ausgesprochen gut 😀

Aber auch ich werde älter und reifer. Ich rege mich nicht mehr so oft auf wenn uns Deppen begegnen und sehe vieles einfach gelassener. Ich mach aus der Fütterung meiner Hunde nicht mehr so viel Brimborium und bin bekennender Allesfütterer (Ausnahme: Discounter- oder

Inuki Skad | Kleinstadthunde.de

Supermarktfutter). Nur bei der Futtermenge bin ich noch pingelig.

Ich habe auch eingesehen, dass ich nicht jeden Hund retten kann. Nur weil ich meine Hunde so und so erziehe, müssen das andere nicht so machen. Auch wenn mir das in einigen Fällen für den jeweiligen Hund sehr sehr leid tut.

Mittlerweile merkt man, wie sehr wie zusammen gewachsen sind. Nach nun 7 Jahren wissen wir um die Eigenheiten des jeweils anderen, seine Stärken und Schwächen. Unsere “Bindung” (eigentlich mag ich das Wort gar nicht, aber hier passt es) ist unheimlich stark. Damit mein ich nicht, dass sie immer aufs erste Wort hören, sondern dass das Gefühl der Zusammengehörigkeit ausgesprochen stark ist. Ich denke, jeder der so lange Zeit mit einem Hund zusammen lebt, weiß was ich meine.

Wenn alles gut geht, dürfen wir mindestens noch einmal 7 Jahre mit unseren Hunden erleben. Ich freue mich auf diese Zeit. Trotzdem schwingt auch ein bisschen Wehmut mit. Schließlich macht es mir doch immer wieder bewusst, wie unfassbar endlich die Zeit mit unseren Hunden -ist.

5 Kommentare

  1. Du hast mir grad aus der Seele gesprochen. Aarons 8,5 Jahre…sind einerseits so toll und entspannt. Man hat so viel zusammen erlebt und ist eine Einheit, aber man hat auch Angst vor der wenigern Zeit die man noch hat.
    Aber ich bin auch optimistisch und hoffe noch auf ein paar schöne Jahre, dann mit einem Senior 🙂
    Mit dem grau hat Aaron sich ja schon gewaltig angestrengt und es verteilt sich schon am ganzen Körper.
    liebe Grüße
    Sandra und Aaron

    • Hihi, ja die Zeit fliegt nur so. Ich bin auch immer wieder erstaunt, wie wenig einem das Grau auffällt und dann, ganz plötzlich ist es da. Liebste Grüße
      Dani

  2. Oh ja, diese Gedanken habe ich schon länger… Nero ist immerhin schon 11,5 Jahre “alt” und auch wenn er noch topfit ist, ist die verbleibende Zeit mit ihm doch inzwischen furchtbar überschaubar. Umso mehr versuche ich die Zeit mit ihm zur “Quality-Time” zu machen, auch wenn das nicht immer geht. Und dass Murphy jetzt so unverhofft mit nur neun Jahren über die RBB vorausgelaufen ist, macht es mir täglich noch deutlicher, dass es jederzeit enden kann.

    Wir sind über die Jahre zusammengewachsen, kennen unsere Marotten und ich genieße das sehr mit meinem “alten Mann”. Allerdings, so vieeel ruhiger ist Nero noch nicht geworden…

    LG und entspanntes Wochenende, Hanne samt Nero

    • Das tut mir so leid zu lesen 🙁 Ich wünsche euch auch noch viel und vor allem eine schöne Zeit 🙂 Liebste Grüße, Dani

  3. Ich habe immer verdrängt, das Joy eine Seniorin ist (11 1/2+). Nein, Joy doch nicht, aber nun schleichen sich doch Senioren Dinge ein. Sie läuft viel weniger, man merkt, das sie in der Hüfte nicht mehr so beweglich ist, die Stimme verändert sich, sie Bellt heiser und all diese Dinge.
    Oh ja, die GrandeDame ist leider nicht mehr jung und ich hoffe trotzdem noch auf einige Jahre, weiß aber, das es sich ganz schnell auf eine kurze Zeit reduzieren kann, denn Joy ist eine große Hündin.
    *seufz* So versuchen wir so viel Zeit (wie einem halt neben der Arbeit bleibt) wie möglich zusammen zu verbringen – natürlich alle zusammen, auch den Bengel vermisse ich den ganzen Tag 🙂
    Das ist so ein Thema……… *seufz*

    Liebe Grüße von Siggi mit der Zottelbande

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