Eve | Working Cocker Spaniel in Deutschland | kleinstadthunde.de
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Wie sich unser Leben mit drei Hunden verändert hat 2 Monate mit Eve, unserem Working Cocker Spaniel

Jetzt lebt Eve schon seit knapp 2 Monaten bei uns. Aus dem kleinen schwarzen Drops mit schlaksigen Bewegungen ist ein kleiner Junghund mit langen Beinen und Energie ohne Ende geworden. Viele haben gefragt, wie das denn nun mit drei Hunden ist. Zwei Hunde sind ja schon eine Herausforderung (für einige), und dann drei? Und die Frage, wie Inuki und Skadi das finden würden, kam mindestens genauso häufig auf. Gerne verrate ich euch, wie es im Moment bei uns aussieht, was Inuki und Skadi davon halten und wie sich unser Alltag verändert hat. Vielleicht kann ich dem ein oder anderen ja bei der Entscheidung für einen Zweit/Dritt/…-Hund helfen.

DSH | Working Cocker Spaniel aus Deutschland | kleinstadthunde.de

Als Eve bei uns eingezogen ist, fanden sowohl Inuki als auch Skadi die Situation gar nicht komisch. Die drei haben sich das erste Mal auf einem kleinen Spaziergang gesehen. Beide durften Eve einmal beriechen während ich sie auf dem Arm hielt. Skadi hat sich schneller von ihr abgewandt als Inuki, aber im großen und ganzen hat es keine Minute gedauert. Wir sind dann noch ein Stückchen zusammen gelaufen. Da hat sich keiner der beiden für Eve interessiert. Sie war ihnen schlicht egal. Zurück Zuhause war das ebenfalls so. Lediglich Skadi hat klar gemacht, dass wenn sie irgendwo liegt, sie keinerlei Kontakt haben möchte. Verstanden hat Eve das recht schnell. Nur dran halten tut sie sich mittlerweile nicht immer. Skadi ist in der Hinsicht einfach sehr geduldig und ihre Eskalationsleiter unendlich. Sie knurrt einfach nur, erst sehr wenig und leise und dann immer lauter und eindringlicher. Bisher hat sie 2x abgeschnappt, was auch völlig ok und angemessen gewesen ist. Wer lässt sich schon gerne anrempeln oder das Leckerchen aus dem Mund klauen?

Inuki ist Inuki. Er hat sie eine ganze Weile ignoriert, dann fing er nach einer Woche oder so an mit ihr zu interagieren. Sprich, begrüßen wenn sie aus einem anderen Raum oder vom Spaziergang kam, sich die Lefzen lecken lassen, zusammen ins Körbchen quetschen, Zwangskuscheln und jetzt, wo Eve größer und kräftiger geworden ist, spielt er sogar mit ihr. Allerdings weist er sie kaum in ihre Schranken. Er kräuselt mal die Lefzen, mal grunzt er sie an, ab und an wird auch geknurrt aber das wars dann. Und Eve weiß das genau. Da müssen wir Zweibeiner tatsächlich aufpassen, dass Inuki von ihr in Ruhe gelassen wird wenn er wirklich nicht will. Trotzdem versuchen wir grundsätzlich, dass die Hunde das alles unter sich regeln. Wir sind nämlich nicht 24/7 mit ihnen zusammen und in unserer Abwesenheit sollten die drei sowas schon alleine klären können – ohne das jemand heult. Inuki und Skadi haben sich im Prinzip so verhalten wie ich es vorausgesagt habe. Sie sind zwar keine Hunde, die Welpen mögen oder toll finden, aber trotzdem haben sie sich mit der Situation arrangiert. Jetzt, wo Eve auf der Schwelle zum Junghund steht, wird sogar mit ihr gespielt. Das ist so schön anzusehen und mir geht dabei jedes mal das Herz auf.

Unser Zusammenleben hat sich nicht wirklich verändert, auch wenn man das meinen mag. Sicherlich hat Eve derzeit viele Extrawürste. Sie kommt öfter in den Garten als Inuki und Skadi, schließlich muss sie noch Stubenrein werden bzw. ist es dank der extra Pinkelpausen schon. Sie bekommt auch noch eine extra Mahlzeit am Tag. Inuki und Skadi aber einen Extra Keks. Sie sollen ja nicht neidisch nebendran stehen. Eve bekommt abends auch noch eine extra Runde um den Block. Wir haben festgestellt, dass sie danach viel zufriedener und einfacher einschläft. Oh, und sie bekommt auch noch viel Frauchenzeit alleine. Einfach, damit sie die Umwelt alleine kennenlernt und eigene Erfahrungen sammelt. Aber all diese Extrawürste verschwinden auch wieder. Und abgesehen davon, ist alles wie sonst auch. Wenn wir mit allen dreien laufen, laufen sie so, als wäre es nie anders gewesen. Begegnungen mit anderen Menschen, seien es Reiter, Hundehalter oder “nur” Spaziergänger, sind wie immer. Natürlich kann sich das noch ändern sobald Eve selbstständiger wird, aber bisher klappt alles ausgesprochen gut und es ist, als wäre es nie anders gewesen.

Was sich allerdings verändert hat, sind unsere monatlichen Kosten. Eve futtert zwar nicht so viel, aber es sind eben Mehrkosten mit denen man rechnen muss. Dazu kommt, dass Eve nicht alles verträgt und schnell mit Durchfall reagiert. Da probieren wir uns im Moment noch aus und hoffen, bald eine Lösung für das Dilemma gefunden zu haben. Eve hat auch viel Verschleiß an Geschirren und Mänteln. Sie wächst halt noch.

Im Großen und Ganzen haben wir bis auf das größere Loch im Geldbeutel keine negativen Veränderungen bezüglich unseres Alltags oder unter den Hunden festgestellt. Ich bin gespannt, wie sich das entwickeln wird und ob mir irgendwann eine dritte Hand fehlt 🙂 Seid ihr auch Mehrhundehalter? Wie habt ihr den Sprung vom Einzelhund auf den zweiten/dritten/…-Hund empfunden? Und vor allem, wie sind eure Ersthunde damit umgegangen?

Hi, ich bin Dani, Bloggerin und Autorin bei Kleinstadthunde. Ich liebe leckeres Essen, tolle Schokolade, spannende Serien und jegliche Art von Abenteuer. Du kannst mich auch auf Facebook und Instagram finden.

3 Kommentare

  • Isabella

    Das hört sich doch alles echt gut an und ich freue mich, das es so gut klappt. Eve wird sich entwickeln und sicher auch immer mal wieder testen, was geht und was nicht – aber wenn es so gut anfängt, dann wird es auch sicher so weitergehen 😉
    Wir sind ja schon recht lange immer mit zwei Hunden unterwegs – allerdings sind hier natürich immer mal neue Hunde dazugekommen. Jeder Einzug eines neuen Hundes wr anders und spannend. Mal war es ttal unproblematisch, mal dauerte es eine Weile bis beide Hunde ihren Weg gefunden haben und mal war es die perfekte große Liebe.
    Ich glaube, man kann da wirklich nie vorhersagen, was wird – das wird immer die Zeit zeigen.

    Lasst es euch weiter gut gehen und genießt es zu sehen, wie Eve sich entwickelt.
    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

  • sandra

    Ich muss sagen deine Bilder und Videos von Inuki und Eve beim Schlafen / Kuscheln waren echt immer so ein Zuckerschock. Aber auch hier hat es Tamme als Welpe einfach die Eve gemacht und sich dann zu Sando in den Korb gepackt. Lustigerweise wurde das auch immer gedultet und sogar noch als Tamme als halbstarker Junghund schon viel zu viel Platz einnahm. Aaron und Sando haben Tamme auch selten in die Schranken gewiesen bzw. man konnte weniger davon sehen. Sando schien es mit reiner Ausstrahlung ihn zu bekommen, dass sein kleiner Mitwohner ihm nicht allzu sehr auf den Keks ging und Aaron blieb einfach immer nett geduldig (als Tamme noch klein und zart war). Später als er quasi Aarons Größe so langsam erreichte, hat er ihm dann auch mal gesagt, dass er Rempeln doof findet oder einfach mal Ruhe haben möchte.
    Aber Aarons Geduld und Ruhe war auch schon in den Welpenstunden der Hundeschule auffallend. Er konnte wirklich zwischen den Welpen bleiben, ohne laut zu werden oder sich unangemessen den “Kleinen” gegenüber zu verhalten. Manchmal würde ich mir das im Alltag von ihm auch gegenüber fremden erwachsenen Hunden mehr wünschen. Aber, man kann ja nicht alles haben.

    liebe Grüße
    Sandra mit Aaron

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