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Wie Alvin verschwand und plötzlich 3 Katzen in unserem Haus wuselten Aus -1 werden +3

In unserem Monatsrückblick von September hatte ich erzählt, wie schrecklich der Monat gewesen war. Unter anderem ist unser Kater Alvin eines morgens nicht mehr nach Hause gekommen. Wir haben alles unternommen, was man in so einer Situation unternehmen kann. Wir haben Tasso/Tierheime/Bauhöfe/Tierärzte informiert, Social Media Posts gemacht, Flyer verteilt, direkt mit Nachbarn gesprochen, in der Nacht jeden Baum und Busch ausgeleuchtet, Heimwärtsschleppen gemacht … ach, es war ne harte Zeit. Wenig Schlaf, viele Tränen und viel gegrübelt.

Nach einigen Wochen entschieden wir uns, eine neue Katze in unserer Familie willkommen zu heißen. Das taten wir dann auch und Aslan zog ein. Ein kleiner verspielter Kater der nicht die Spur von Angst vor unseren Hunden, uns oder der neuen Situation gezeigt hat. Krass! Er passt wirklich wie die Faust aufs Auge – zu uns. Wir holten ihn an einem Samstag ab. Und Sonntags bekamen wir die schreckliche Nachricht dass meine Oma vestorben sei. Auch sie hatte eine Katze, die Mulli. Weil niemand aus meiner Familie sich um sie kümmern wollte oder konnte, nahmen wir sie auf. Ich wusste nicht, wie sie auf die Situation, Aslan oder die Hunde reagieren würde. Immerhin lebte sie 11 Jahre lang als Einzelkatze mit meiner Oma ziemlich ruhig. Aber in dem Fall hatten wir keine andere Wahl. Es musste einfach klappen!

 

Und das tat es! Sie fand Aslan am Anfang zwar nervig und hat ihm das auch gezeigt aber mittlerweile spielen die beiden sogar miteinander! Die Hunde findet sie zwar unnötig und faucht auch manchmal, aber sie hat keine Angst. Wenn sie was will, kann sie auch 10 cm an ihnen vorbei laufen. Solange die Interaktion von ihr aus geht, ist alles gut. Nur anders rum … das mag sie nicht so gerne. Aber Inuki und Skadi sind sehr feinfühlig und kommunizieren deutlich, dass sie von Mulli nichts wollen. Dafür bin ich den beiden super dankbar und unendlich stolz auf ihnen.

Und so lebten wir 2 Wochen dahin, der Alltag zwischen uns groovte sich so langsam wieder ein. Trotz all der Trauer um Alvin – der Alltag muss ja weiter gehen. Ich bin ganz ehrlich, der Anstand hat mir gesagt, man solle nie aufhören zu hoffen. Aber die Hoffnung, dass wir Alvin lebend, gesund und munter zurück bekommen … die hatte ich nicht mehr. Ich habe mir – meistens Nachts – die schlimmsten Szenarien ausgemalt. Überfahren, gehäutet, gequält, gegessen … .

Eines Nachts bin ich von einem ziemlich lauten Miauen aufgewacht. Ich dachte, das wäre Aslan. Das er wieder irgendwas angestellt hat oder sich in eine Lage gebracht hatte, wo er unsere Hilfe benötigte. Ich wollte gerade aufstehen, der Griff ging schon zur Brille als ich plötzlich meinen Mann rufen gehört habe. “ALVIN IST WIEDER DA” Sofort war ich hellwach und voller Adrenalin. Ich stürmte förmlich in die Küche. Und da war er. Mein Alvin. Mein kleiner Babykater. Er sah schlecht aus. Dreckig, ausgemergelt und irgendwie auch apathisch. Aber – und dafür bin ich unendlich dankbar – keine sichtbaren Verletzungen und bis auf einer kleinen Wunde am Hinterlauf (die bestimmt mal größer gewesen ist) alles ok.

Krass oder? 7 Wochen! 7! Wochen! 7 Wochen … ich kann es immer noch nicht glauben. Und es geht ihm gut. Als erstes haben wir ihn natürlich von den anderen beiden separiert und eine (erneute) Zusammenführung begonnen. In den ersten Tagen hat Alvin bloß geschlafen. Und gefressen. Es scheint sehr anstrengend gewesen zu sein. Und irgendwie, charakterlich, war er auch nicht mehr der selbe. Sein Babyface ist verschwunden. Seine Unbekümmertheit. Er wirkt jetzt viel ernster. Abgeklärter. Und auch ein bisschen arrogant. Leider war Alvin not amused hier 2 andere Katzen vorzufinden und hat dies auch deutlich gezeigt.

 

Aber, jetzt nach 2 Wochen groovt es sich wieder ein. Sicherlich, die ein oder andere Auseinandersetzung zwischen den Katzen gibt es, aber es wird von Tag zu Tag entspannter. Alvin kuschelt auch wieder. Und spielen mag er auch. Und fressen tut er auch, und zwar alles. Vorher waren es nur bestimmte Sorten in Sauce. Ich habe sogar eine Wurmkur ohne großen Aufwand in ihn rein bekommen. Weil er Hunger hatte und ich gut im tricksen bin. Nur nach draußen will er nicht. Muss er auch nicht. Von mir aus kann er sich nun zu Ruhe setzen und ein Hauskater werden.

Schade, dass unsere Tiere nicht unsere Sprache sprechen. Ich wüsste zu gerne, was er erlebt hat, ob er sich nur verlaufen hat, ob er irgendwo eingesperrt war … Darüber lässt sich nur spekulieren.

Tja, nun sind es also 3 Katzen. Verrückt. Ich höre schon die Gerüchte … Crazy Cat Lady … Tier Messi … Aber was solls. Wir haben den Platz, das Geld. Warum nicht? Zumal wir so oder so noch nicht vollständig sind. Das sind wir erst am Jahresende 😉

Hi, ich bin Dani, Bloggerin und Autorin bei Kleinstadthunde. Ich liebe leckeres Essen, tolle Schokolade, spannende Serien und jegliche Art von Abenteuer. Du kannst mich auch auf Facebook und Instagram finden.

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