Fußarbeit im Obedience mit einem Dackel
Hundeleben,  Hundesport,  Training

Der Beginn und das Ende jeder Übung Wie wir unsere Grundstellung im Obedience aufgebaut haben

Dieser Artikel ist Teil 4 von 6 in der Artikelserie Obedience

Die Grundstellung ist genau wie die Fußarbeit eine der wichtigsten Übungen im Obedience. Auch in anderen Hundesportarten ist die Grundstellung eine Pflichtlektion. Es lohnt sich daher, auf einen korrekten Aufbau zu achten und sehr pingelig in der exakten Ausführung zu sein. Schließlich startet und endet jede Übung mit der Grundstellung. Zudem ist sie der Pfeiler einer sauberen Fußarbeit.

Wie sieht die perfekte Grundstellung aus?

Bei einer perfekten Grundstellung sitzt der Hund links neben dem Hundeführer, Schulter auf Kniehöhe und möglichst dicht am Bein. Die Fuß- und Pfotenspitzen sollten eine Linie bilden. Zudem soll der Hund noch freudig und erwartungsvoll zum Hundeführer hinauf schauen.

Hört sich im ersten Augenblick einfacher an als es ist. Erste Schwierigkeiten ergeben sich, wenn der Hund auf Grund seiner anatomischen Gegebenheiten nicht eine Linie mit dem Hundeführer bilden kann (die Pfotenspitzen stehen zum Beispiel über).

Grundstellung im Obedience
Bild von susanne906 auf Pixabay

Wie ich die Grundstellung aufgebaut habe

Und wie baut man das ganze nun auf? Nun, als erstes sollte man sich darüber Gedanken machen wie der Hund in die Grundstellung rein kommen soll. Soll er von vorne rein springen oder hinten um dem Hundeführer herum gehen und sich dann links neben dem diesem setzen? Rein ästhetisch gesehen finde ich das rein springen viel eindrucksvoller. Also habe ich es meinen Hunden so beigebracht. Außerdem ist diese Methode nicht so fehleranfällig wie das vorherige Vorsitzen und dann dass anschließende „um den Hundeführer rum in die Grundstellung gehen“ (schiefes Vorsitz, zu weiter Bogen …). Große Hunde oder Hunde mit einem langen Rücken können aber beim reinspringen Probleme bekommen. Man stelle sich einen Neufundländer vor, wie er in die Grundstellung springt – schwierig und nicht schön. Genauso sieht es mit großen und massigen Schäferhunden aus. Broder Collies, Malinois und andere kleinere Rassen werden mit dem rein springen jedoch keine Probleme haben.

Für das Reinspringen ist es am einfachsten wenn ihr euren Hund lockt. Natürlich kann man es auch frei Formen bzw. shapen, jedoch ist das Locken für Anfänger wohl die einfachere Methode.

Im ersten Schritt sitzt oder steht der Hund vor euch. Die Belohnung, am idealsten ist hierbei Futter, haltet ihr dabei in der linken Hand. Nun lockt ihr den Hund in einen großen Bogen möglichst nah an euer linkes Bein. Anschließend zieht ihr ihn dann nach oben sodass er sich automatisch, möglichst gerade, hinsetzt.

Bedenkt, dass es Hunde gibt die Körperkontakt nicht gerne mögen. Da kann es sein, dass ihr den Hund nach und nach näher an euer Bein heran clickern müsst und es unter Umständen ein bisschen länger dauert. Sollte der Hund mit seinem Hinterteil schief werden, so dreht eure Hand so ein, das der Hund seinen Kopf leicht schräg nach links setzen muss, dann schwenkt der Hintern für gewöhnlich nach rechts raus und ihr könnt den Hund dann gerade zum sitzen bringen.

Am Anfang ist der Bogen, mit den ihr den Hund in die Grundstellung lockt, recht riesig und bei großen Hunden ist es vorteilhaft wenn ihr einen Ausfallschritt nach vorne macht und dann das rechte Bein hinterher zieht damit der Hund den Bogen richtig hin bekommt. Denkt daran, dass dies zwei massive Hilfen sind, die auch abgebaut werden muss. So früh wie möglich, so spät wie nötig.

Weiterlesen:<< Fußarbeit ist die schönste ArbeitWas brauche ich alles, um im Obediece durchzustarten? >>

Hi, ich bin Dani, Bloggerin und Autorin bei Kleinstadthunde. Ich liebe leckeres Essen, tolle Schokolade, spannende Serien und jegliche Art von Abenteuer. Du kannst mich auch auf Facebook und Instagram finden.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.