Stressfrei und ohne Leinensalat Gassi mit 2 Hunden? So haben wir es gemacht Unser Gassi zu Dritt

Inuki und Skadi an der leine | kleinstadtunde.de-01

Mehrhundehalter sein – ein Traum vieler. Denn was versprüht mehr Glück und Wonne als ein Hund? Richtig, 2 Hunde. Oder 3. Oder mehr. Glück potenziert sich hervorragend. Jedenfalls habe ich das gedacht, als ich mich für einen Zweithund entschied. Wie naiv ich doch damals war.

Aber gerade deshalb kann ich jeden verstehen, der gerne einen oder den zweiten (oder dritten ..) Hund in sein Leben lassen möchte. Man sieht nur die tollen Dinge, selten die schlechten Dinge die einen erwarten könnten. Ich hatte nicht bedacht, dass das Spazieren gehen mit zwei Hunde nicht so einfach ist, wie anfangs gedacht.

Eigentlich musste die komplette Leinenführigkeit von Inuki nocheinmal neu aufgebaut werden. Ob Skadi vorher Leinenführig gewesen ist, weiß ich gar nicht. Und wenn, dann hat sie alles vergessen, genau wie Inuki. Oder es ist eben doch eine andere Dynamik anfangs gewesen. Glaubt es mir, ich kam mir vor wie ein totaler Hundeanfänger. Inuki wollte links schnüffeln, Skadi rechts. Inuki wollte weiter vor laufen, Skadi weiter hinten. Kennt ihr die Szene aus 101 Dalmatiner wo das Herrchen mit Leinen umwickelt gewesen ist? Das trifft so ziemlich auf unsere ersten Spaziergänge zu dritt zu.

Es ist viel Ausdauer nötig gewesen, das Inuki und Skadi an der Leine nun so spazieren gehen, als wären sie eine Einheit. Zugegeben, dadurch das wir größtenteils ohne Leine unterwegs sind (und da echt keinerlei Probleme haben) hat das Training länger als gewöhnlich gedauert und war auch irgendwie nur ein kleines Stiefkind in meiner Hundeerziehung.

Aber – dennoch haben wir es geschafft. Ganz ehrlich, ich glaube, im Laufe der Zeit hat sich das Problem mehr oder minder von alleine gelöst. Nachdem ich ihnen gezeigt hatte, wo wer zu laufen hat – Inuki links/hinten von mir und Skadi links/vorne (mit der Flexi!) – war es nur noch eine Sache der Ausdauer und des Lobens für richtiges laufen.

Ich glaube, jemand der ein ähnliches Problem hat, wird damit auf den ersten Blick wohl nicht viel anfangen können. Aber glaubt mir, manchmal muss man Dinge einfach nur anleiten und aussitzen. Der Erfolg stellt sich dann von ganz alleine ein. Es bringt nichts, alle zwei Monate die Trainingsmethode zu wechseln, nur weil man keine direkten Erfolge sieht.

Skadi | Working Cocker Spaniel | Kleinstadthunde.de

Ich glaube, bei uns war das der Zeitpunkt wo ich nicht mehr so viel darüber nachgedacht habe. Wir sind einfach los gelaufen. Wenn Inuki vorpreschte, habe ich ihn “mir einer einladenden Bewegung” zurück an seinen Platz neben mir geholt. Das mache ich auch heute noch wenn er sich mal vergessen sollte.

Und bei Skadi? Naja, die fühlte sich anfangs mit einer Flexi Leine wohler. Also hat sie die bekommen. Da breche ich mir als Hundehalter auch keinen Zacken aus der Krone. Und wenn Skadi die zusätzliche Beinfreiheit braucht, ist das eben so. Und was soll ich sagen? Es läuft wie am Schnürchen – quasi.

Ich habe also lernen müssen, dass auch vermeintlich blöde Hilfsmittel, wie hier die Flexi, eine Menge Stress bei uns raus nehmen konnten. So war der Weg für das “wer läuft wo”-Spiel geebnet. Und seitdem jeder weiß wo er zu laufen hat und Skadi hier Nervenkostüm verbessert hat, klappt es auch mit einer ganz normalen Leine.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.