Single Hundehalter VS Pärchen mit Hund

Inuki |kleinstadthunde.de

IMG_7943Mein Haus, mein Auto, mein Hund, meine Verantwortung. Als Single ist man es gewohnt alles alleine in die Hand zu nehmen. Wir Singles fragen ungern um Hilfe, zu schnell wird uns dann das andere Geschlecht nahe gelegt mit dem alles einfacher wäre.  Warum selbst lernen mit schweren Maschinen, wie z. B. einer Stichsäge umzugehen wenn es einen Mann im Haus gäbe? Wozu selbst handwerklichen Kram erledigen wenn es der Mann des Hauses macht? Ja, als Single hat man es nicht einfach. Man muss alles alleine regeln, organisieren und sich auf Familienfeste rechtfertigen warum man in Gottes Namen noch nicht einen Mann für sowas hat?! Erstrecht wenn man schon in den 20igern steckt?

Es wird versucht uns ein schlechtes Gewissen einzureden, das mit einem selbst etwas nicht stimmt, schließlich haben alle anderen anscheinend jemanden abbekommen – nur man selbst nicht. Irgendetwas stimmt also nicht. Man ist nicht normal. Und dann hat man noch 2(!) Hunde – welcher Mann bitteschön lässt sich auf sowas ein?!

Bis vor kurzem, also bis vor 1 ½ Jahren ging es mir zumindest so. 23 Jahre jung, blond, 2 Hunde und keinen festen Mann im Leben. Verwunderlicherweise und entgegen der allgemeinen Meinung habe ich mein Leben ganz gut auf die Reihe bekommen. Und für alles andere gab es Youtube Tutorials. Toiletten Brille festschrauben? Kein Problem, frage ich einfach Youtube! Ich war für mich selbst und meine Hunde verantwortlich, habe Finanzen, Wohnung und Freizeit alleine geplant ohne irgendjemanden Rechenschaft dafür liefern zu müssen. Alles in allem eine angenehme Zeit. Sicherlich, Single, Job, 2 Hunde, Haushalt – unser Alltag ist damals komplett durchorganisiert gewesen, in diesem Artikel habe ich bereits einmal darüber geschrieben, aber das war es dann auch.

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Aber wie das Leben so spielt – hat die Liebe dann doch irgendwann Einzug in mein Singleleben gehalten. Und da habe ich gemerkt wie entspannend das Leben sein kann wenn man jemand mit handwerklichem Geschick und Werkzeugen im Haus hat, die Arbeit im Haushalt und Garten geteilt wird. Und entgegen meiner Erwartungen kümmert er sich auch um Inuki und Skadi sehr euphorisch.

Sollte ich arbeiten sein/müssen geht er mit den beiden raus und beschäftigt sie, verwöhnt sie mit Unmengen an Leckerchen und selbst das zeitaufwendige und gelegentliche Baden übernimmt er gerne. Ich persönlich wollte nie das er so viel Verantwortung für die Hunde übernimmt aber er tut es von ganz alleine seitdem wir zusammen wohnen.

IMG_0172Wie ich von Vereinskollegen und anderen Freundinnen mit Hund und Mann/Freund höre ist dies nicht selbstverständlich. Der Hund gehöre in deren Familie zwar beiden – also ein Familienhund – aber die Pflichten die damit einhergehen jedoch nur einer Person. Selbst dem Hund das Lösen zu ermöglichen (also idR kurz vor die Tür)  während der Abwesenheit der Freundin würden nicht gemacht werden?!?

Ich weiß nicht wie ich das finden soll – ich verlange nicht das mein Freund bei Regen und Sturm die Hunde auslastet oder zum Hundeplatz geht, wohl aber das er, wenn er merkt einer der Hunde muss dringend raus (Durchfall z.B. ) das er mit diesem Hund dann kurz vor die Tür geht.

Ich hatte Glück – so ist das Thema Hund bei uns eher unkompliziert. Es kümmert sich wer grad Zuhause ist und ansonsten gehen wir zusammen. Das die Hunde irgendwann Grund für Streitereien sein könnten halte ich für sehr unwahrscheinlich. Wir ergänzen uns einfach total gut – und wäre es nicht so – nun, dass Single  sein auch als Hundebesitzer muss nicht unbedingt Negativ sein oder gar als Fluch betitelt werden. Selbst wenn Familie und Freunde dass so sehen mögen und propagieren 😉

KategorieAlltag

Hi, ich bin Dani, Bloggerin und Autorin bei Kleinstadthunde. Ich liebe leckeres Essen, tolle Schokolade, spannende Serien und jegliche Art von Abenteuer. Du kannst mich auch auf Facebook und Instagram finden.

0 Kommentare

  1. Socke-nHalterin

    Eine interessante Frage, die ich nur als Nichtsingle beantworten kann. Im Übrigen bin ich froh, dass ich Socke nicht allein versorgen muss. Gerade die Tierarztbesuche fallen mir schwer….
    Wichtig ist mir, dass wir am gleichen Strang ziehen, was Socke betrifft. Insoweit habe ich Glück gehabt, wobei ich die treibende Kraft bezüglich der Anschaffung von Socke war….

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

  2. Hey,
    toller Beitrag 🙂

    Also bei uns ist es auch alles ziemlich entspannt.
    Seit März arbeitet mein Freund die Woche über leider in Stuttgart und kann somit nur am Wochenende für mich / uns da sein.
    Aber selbst diese kurzen 2 1/2 Tage klappen einwandfrei. Man unterstützt sich – es ist einfach ein geben und nehmen – und ja, er freut sich riesig meine zwei Nasen endlich wieder zu sehen und mit ihnen freiwillig die erste Gassi-Runde drehen zu können 🙂

    Unter der Woche muss ich Job, Hunde, Haushalt und Co (wie du schon geschrieben hast) selber regeln, aber auch das klappt einwandfrei !

    LG, Carola mit Deco + Pippa

  3. Ein wirklich interessanter Artikel.
    Ich bin seit ich Hundehalterin bin in einer Beziehung beziehungsweise gäbe es ohne die Beziehung die Hunde nicht, dann ich hätte alleine nie den Mumm gehabt mir einen oder gar zwei Hunde zu holen.
    Wir haben uns beide gemeinsam für die Hunde entschieden und so sind wir auch gemeinsam für die beiden verantwortlich, allerdings arbeitet mein Freund gerne mal 10 Stunden am Tag und wenn er dann sagt, er würde den Abendgassi gerne daheim bleiben, dann ist das für mich auch kein Problem.

    Einen Partner zu haben, wenn man einen Hund hat, hilft vor allem, wenn man mal krank ist oder es wirklich shit Wetter ist und man sich gegenseitig zum Gassi gehen ermutigen kann 🙂

    Liebe Grüße
    Anna

    • Da hast du Recht Anna, gegenseitiges Motivieren, aber alles ohne Zwang. Wie Carola schon schrieb – ein Geben und Nehmen 🙂

      Liebste Grüße
      Dani mit Inuki und Skadi

  4. Eigentlich hätte ich ja erwartet zu lesen, dass ein Partner, der die Hunde nicht abgöttisch liebt und umsorgt sofort wieder hätte ausziehen müssen… 😉
    Tatsächlich wäre es aber mit einem Partner, der mit Hunden wenig anfangen kann und sich nicht so sehr einbringen möchte, bestimmt nicht so einfach.
    Liebe Grüße
    Lotta

    • Haha Lotta,
      so extrem bin ich auch nicht. Ich wäre zufrieden wenn der Partner meine Hunde und den dazugehörigen Sport akzeptiert ohne zu nörgeln.

      Das er sich so einbringt finde ich toll – ist aber kein muss. Ganz im Gegenteilt. Und ja, sein einbringen erleichtert uns alles den Alltag ungemein 🙂

      Liebste Grüße
      Dani

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