Allgemein

Vorlesung – Resümee

Also dann erzähle ich mal von meiner Vorlesung ;D
Wer? Michael Grewe
Was? “Dem Hunde, wenn er wohl erzogen, …!” Ein Vortrag zum Thema Hundeerziehung
Wo? Haus des Gastes, Norddeich
Wann? 19:00 Uhr Einlass, 19:30 Beginn
Kosten? 20,00 Euro
Der Name “Michael Grewe” sagte mir vor dem Vortrag zwar was, jedoch habe ich mich mit ihm oder seine Methoden nie intensiver beschäftigt. Ich habe bei meinen Recherchen bewusst die Grundsätze und Paradigmen ausgelassen, nach die er arbeitet, um neutral und objektiv in diese Vorlesung gehen zu können. Dies gelang mir auch, ich habe nur erfahren das der Vorlesende Mitbegründer des Kynologischen Zentrums CANIS ist.  
Ich war recht pünktlich um 18:00 Uhr von zu Hause losgefahren. Ich konnte mir schon denken das ich Probleme haben werde den Veranstaltungsort zu finden. Jedoch lag es dieses mal nicht am finden des Veranstaltungsortes sondern eher an der Parkplatzsuche. Ich bin dann um 19:00 Uhr pünktlich angekommen (normale Ankunftszeit wäre bei gleicher Strecke 18:30 Uhr gewesen) und hatte so noch eine freie Platzauswahl.
Pünktlich um 19:30 Uhr fing der Vortrag dann an. Soweit ich mich richtig erinnere begann Michael Grewe damit, über “Kampfhunde” und den dazugehörigen Verordnungen zu reden. Er erzählte vom Auslöser/Grund des Wesenstests und dessen Sinn/Sinnlosigkeit. Anschließend definierte er Hundeerziehung und grenzte sie von der Dressur ab. Er ging auf die Bezugsquellen bzgl. der Informationen von Hundeerziehung (Züchter, Foodcompany´s, …) und dessen Glaubwürdigkeit/Nutzwert ein. Besonderen Wert legte er darauf, uns zu erklären wo Hundeerziehung anfängt, welche Fähigkeiten der Mensch zur Hundeerziehung benötigt und welche Regeln beim Zusammenleben von Mensch und Hund unabdingbar sind.
Michael Grewe versuchte uns mit seinem Vortrag klar zumachen, das für die Hundeerziehung vor allem Gefühl notwendig sei. Aber dennoch ist Gefühl nicht alles. Man müsse genauso konsequent sein und Durchsetzungsvermögen haben. Es reicht außerdem nicht, viele Bücher zu lesen und Techniken zu beherrschen ohne ein Gefühl dafür zu haben. Ohne dem würde der Hund einen nicht ernst nehmen, denn man spielt ja nur diese Sicherheit und konsequenz vor. Das merkt der Hund. Fühlt man es jedoch, dann vertritt man es, die ganze Ausstrahlung verändere sich und der Hund merkt, das man es ernst meint und in der Lage ist seinen Standpunkt zu vertreten und Kommandos durchzusetzen. Michael Grewe vertritt außerdem die Meinung, das man Hunde ohne Leckerlies erziehen soll. Schließlich soll der Hund in jeder Situation Kommandos befolgen weil er es selbst will und weiß das er es muss und nicht weil der Hund dann etwas zum fressen bekommt und man dadurch Gefahr läuft das der Hund ohne Aussicht auf Leckerlies nicht hören würde. Wäre dieses jedoch der Fall so solle man nicht mit Wattebäuschen werfen bis der Hund dann endlich mal nach gefühlten Jahrzenten hört. Man sollte dem Hund eindeutig klarmachen was gewünscht ist und was nicht. Zur Not auch, wie er es nannte, mit der Hand. Erläutert hat er “die Hand” nicht, bzw. wie das Aussehen soll. Ich habe es für mich persönlich so ausgelegt, das man nicht die Hand benutzen soll im Sinne von Schlagen ö.ä. sondern, ja, mit geringer körperlicher Gewalt, die dem Hund nicht weh tut aber ihm klar macht was los ist. (Anm. v. mir: Ich gehöre nicht zur “Wattebäuschel”-Fraktion ;D) 
Michael Grewe verpackte seinen Vortrag mit viel Witz und vergleicht die Hundeerziehung oft mit der Kindererziehung, es war eine lockere Veranstaltung. Er hat nie Dinge verallgemeinert oder über einen Kamm gescherrt. Er betonte dass es natürlich auch immer Ausnahmen gibt, und es von Fall zu Fall unterschiedlich ist.
Ich fand den Vortrag unterhaltsam. Man konnte viel lachen und einiges über das “denken” der Hunde erfahren. Die Grundidee und deren Ansätze finde ich gut. Einige Argumentationen könnte ich so ohne weiteres unterschreiben. Die Auffasung “Arbeiten ohne Leckerlies” finde ich nicht so prickelnd. Ich füttere meinen Hund gerne ;D Natürlich sollte man nicht alles mit Leckerlies belohnen. Und für jedes ausgeführtes Kommando schon garnicht. Um den Hund jedoch klar zu machen, was ich von ihm will, finde ich es gut und erleichternd Leckerlies zu benutzen. Ich kann diesen Vortrag jeden empfehlen, der mal eine neue Sichtweise in Sachen Hundeerziehung entdecken will, nicht zur Wattebäuschelfraktion gehört und einen lustigen Abend verbringen will.

Hi, ich bin Dani, Bloggerin und Autorin bei Kleinstadthunde. Ich liebe leckeres Essen, tolle Schokolade, spannende Serien und jegliche Art von Abenteuer. Du kannst mich auch auf Facebook und Instagram finden.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.